Umzug nach Frankreich

Ziehen Sie einen Umzug nach Frankreich in Erwägung? Hier erhalten Sie alle Infos zum Umzug im praktischen Überblick. Benutzen Sie außerdem unsere Auslandsumzug Checkliste, damit Sie bei Ihrer Übersiedlung auch wirklich an alles denken.

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Was kostet ein Umzug nach Frankreich?

Bei der Planung eines Auslandsumzugs ist eine professionelle Umzugsfirma unverzichtbar. Nachfolgend finden Sie die durchschnittlichen Kosten eines Umzugs von Österreich nach Frankreich:

Größe des HaushaltsUmzugskosten
1 ZimmerAb 1.300 €
3 ZimmerAb 2.000 €
5 ZimmerAb 3.100 €

Hinweis: Die angegebenen Preise sind lediglich als Richtwerte zu verstehen, da die Umzugskosten von verschiedenen Faktoren abhängig sind. Mehr Informationen erhalten Sie in unserem Umzugskosten-Guide für Auslandsumzüge.

Umzug nach Frankreich
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Wie finden Sie einen passenden Umzugsservice nach Frankreich?

Den Auslandsumzug von einer professionellen Umzugsfirma durchführen zu lassen, bringt einige Vorteile mit sich:

  • Sie sparen Stress und Kraft bei der Planung und Durchführung des Umzugs.
  • Sie müssen keine lange Fahrt mit Transporter auf sich nehmen.
  • Ihr Umzugsgut ist durch die Umzugsfirma versichert.

Indem Sie unser Anfrageformular am Kopf dieser Seite ausfüllen, erhalten Sie bis zu 5 unverbindliche Umzugsangebote, aus denen Sie das beste auswählen können. Unsere Tipps zum Umzugsvergleich können Ihnen dabei helfen.

Kosten eines Umzugs nach Frankreich

Umzug nach Frankreich: Voraussetzungen

Dank EU-Richtlinien ist die Übersiedlung nach Frankreich recht unkompliziert. Verschaffen Sie sich nachfolgend einen Überblick über die wichtigsten Fakten zur Einreise und zum Aufenthalt:

Einreise und Aufenthalt

Für die Einreise benötigen Sie als EU-Bürger nur einen gültigen Reisepass oder Personalausweis. Anders als in Österreich gibt es in Frankreich keine Meldepflicht – wer allerdings länger in Frankreich bleiben möchte, kann die sogenannte carte de séjour beantragen, die sich bei vielen Behördengängen als Vorteil erweist.

Sie sind kein EU-Bürger? Für Angehörige aus Nicht-EU-Ländern besteht grundsätzlich eine Visumpflicht. Mehr Informationen zu den Visabestimmungen in Frankreich finden Sie bei der Französischen Botschaft in Österreich.

Zollbestimmungen

Innerhalb des Zollgebiets der Europäischen Union können Sie Ihren Hausrat zollfrei und problemlos über jegliche Grenzen hinweg mitnehmen. Sie müssen Ihr Umzugsgut weder anmelden noch verzollen. Beachten Sie allerdings bei der Überführung von Alkohol, Tabak und anderen Genussmitteln die geltenden Höchstmengen.

Achtung: Für die französischen Überseeterritorien gelten die Bestimmungen für Einreisen aus Nicht-EU-Staaten. Nähere Informationen stellt das BMEIA zur Verfügung.

Übersiedlung mit Auto

Wenn Sie Ihr Auto nach Frankreich überführen wollen, brauchen Sie bei der Einreise nichts beachten. Allerdings müssen Sie sich innerhalb von 6 Monaten um eine Zulassung in Frankreich kümmern. Vergessen Sie außerdem nicht, Ihr Auto in Österreich abzumelden.

Umzug nach Frankreich: Marseille

Sozialversicherung in Frankreich

Wer dauerhaft nach Frankreich zieht, sollte sich im französischen Sozialversicherungssystem anmelden. Für Arbeitnehmer ist das in der Regel das régime générale. Ihr Arbeitgeber übernimmt die Anmeldung und trägt die Hälfte der Beitragszahlungen. Die Höhe der Beiträge hängt vom Einkommen ab und wird direkt vom Gehalt abgezogen.

Französisches Gesundheitssystem

Arztkosten und Ausgaben für verschreibungspflichtige Medikamente werden in Frankreich nicht direkt übernommen, sondern je nach Leistung in der Regel zu 70% zurückerstattet. Die Erstattung erfolgt durch die CPAM (Caisse Primaire d’Assurance Maladie). Um eine Krankenkarte (Carte vitale) zu erhalten, müssen Sie sich ebenfalls an die zuständige CPAM Ihres Départements wenden.

Wohnen in Frankreich

Um eine Wohnung mieten zu können, müssen Sie oft ein französisches Bankkonto vorweisen – doch zur Eröffnung eines Bankkontos braucht man einen Wohnsitz in Frankreich. Am besten bitten Sie Ihren zukünftigen Vermieter um eine vorläufige Bestätigung, damit Sie ein Bankkonto eröffnen können. Zusätzlich kann in einigen Fällen nach einem (französischen) Bürgen verlangt werden, um den Mietvertrag abzuschließen.

Die folgende Tabelle enthält die durchschnittlichen Mietpreise einer Zwei-Zimmer-Wohnung in verschiedenen Städten Frankreichs:

Stadtdurchschnittliche Kaltmiete
Paris1.522 €
Lyon715 €
Toulouse562 €
Bordeaux683 €
Strasbourg656 €

Versicherungen, Steuern und Verträge

Vor einem Umzug nach Frankreich sollte man sich auch über die Regularien informieren, die beim Mieten oder Kaufen einer Wohnung gelten. Wir haben die wichtigsten Infos für Sie zusammengefasst:

  • Hausratversicherung: Es herrscht eine gesetzliche Pflicht, über die assurance multirisque habitation zu verfügen. Der Vermieter ist übrigens dazu berechtigt, einen entsprechenden Nachweis zu verlangen. Ein Vergleich von Hausratsversicherungen ist ratsam.
  • Wohnsteuer: Die taxe d’habitation war bisher jährlich vom Mieter zu zahlen. Allerdings wurde sie 2020 durch eine Steuerreform für rund 80% der Franzosen abgeschafft und soll ab 2023 gar nicht mehr existieren.
  • Grundsteuer: Die „taxe foncière“ gilt für Immobilieneigentümer. Sie wird auf Grundlage des Mietwertes der Immobilie berechnet und muss jährlich entrichtet werden.
  • Strom- und Gasanbieter: Bereitstellung durch die staatlichen Anbieter EDF (Électricité de France) und GDF (Gas de France). Bei vorhandenem Anschluss an das Versorgungsnetz brauchen Sie lediglich die Freischaltung beantragen. Dies wird Sie in etwa 15 Euro kosten.

Pont Saint-Beneze

Arbeiten in Frankreich

Trotz der hohen Arbeitslosenquote (8,4%) kann sich ein Umzug nach Frankreich auch aus beruflichen Gründen lohnen. Vor allem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird dort deutlich stärker gefördert als in anderen europäischen Ländern. Die generellen Arbeitsbedingungen sind wie folgt (Abweichungen möglich):

  • 35-Stunden-Woche
  • Mindestlohn von 9,67 €
  • Überstunden werden mit 25 oder auch 50 Prozent Zuschlag vergütet
  • Anspruch auf 2,5 Urlaubstage pro Monat, sprich fünf Wochen im Jahr.

Die Chancen für Einwanderer auf dem Arbeitsmarkt sind nicht schlecht – vorausgesetzt, Sie sprechen bereits französisch oder bewerben sich bei einer deutschsprachigen Firma. Beachten Sie allerdings, dass befristete Verträge in Frankreich deutlich häufiger vorkommen, als Sie es vielleicht aus der Heimat kennen.

In welchen Branchen hat man die besten Berufschancen?

Vor allem im technischen und produzierenden Gewerbe werden Arbeitskräfte gesucht, aber auch im Dienstleistungssektor kann man immer wieder freie Stellen finden. Besonders gefragt sind Arbeitnehmer in den folgenden Bereichen:

  • Energiewirtschaft
  • Chemische Industrie
  • IT
  • Nahrungsmittelindustrie
  • Maschinenbau
  • Tourismus
  • Medizin und Pflege
  • Bildung und Erziehung

Französisches Café am Abend

Weitere Informationen

Sie planen einen Umzug nach Frankreich und brauchen noch etwas Hilfe bei der Vorbereitung? Auf Sirelo gibt es viele Artikel, die für zukünftige Auswanderer interessant sind. Werfen Sie doch mal einen Blick auf nachfolgenden Seiten.